Presseinformationen

Sehnde, 22.10.2018

Presseinformation

Notfall Kinderintensivpflege

 

Der Verein "Kleine Herzen Hannover" kümmert sich seit 2012 auch um die Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover. Sie ist die größte im deutschsprachigen Raum. Hier werden jährlich mehr als 1.200 Kinder betreut, die eine lebensbedrohliche Krankheit haben. Rund 98 Prozent überleben dank der Ärzte und Pfleger, aber natürlich gibt es auch traurige Fälle: Einem Kind ist nicht mehr zu helfen, oder es wird auf Dauer behindert bleiben. Dann brechen die Eltern zusammen. Sie wissen nicht mehr weiter, und manche werden sogar aggressiv. Mit all dem müssen die Mitarbeiter der Intensivstation fertig werden. Und das, während sie selbst ziemlich fertig sind, denn den Tod eines kleinen Patienten steckt niemand einfach weg.

 

Für dieses enorm engagierte und belastete Team bieten wir seit sechs Jahren regelmäßige Supervisionen mit einer externen Therapeutin an. Zudem können alle an der bisher bundesweit einmaligen Zusatzqualifikation "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus" teilnehmen. Hier werden Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten von Kinderintensivstationen aus 44 Kliniken in Norddeutschland, die dem Pädiatrischen Intensivnetzwerk PIN angehören, psychologisch geschult, um den Patienten und ihren Angehörigen in besonders traumatischen Situationen besser zur Seite stehen zu können. So entsteht Kriseninterventionsnetzwerk, das sich im pädiatrischen Netzwerk PIN als ein überregionales Netzwerk etablieren wird, dessen Basis professionell zum Krisenbegleiter ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte sind.

 

Dieses innovative Vereinsprojekt lassen wir wissenschaftlich begleiten. Kleine Herzen Hannover finanziert bisher sein bundesweit bereits mehrfach ausgezeichnete Projekt "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus" aus Spenden. Um es jedoch bundesweit einzuführen, benötigen wir die finanzielle Unterstützung staatlicher Stellen!

 

Helfen Sie uns - denn jetzt heißt es dringend: Notfall Kinderintensivpflege – jetzt anpacken!

 

Gemeinsam mit unserem Bundesverband Herzkranke Kinder und dem "Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler" haben wir am 5. Juni 2018 einen Appell an die Bundesregierung geschrieben.

 

Auszug von der BVHK-Seite: https://www.bvhk.de/wp-content/uploads/2018/06/Notfall-Kinderintensivpflege-Brandbrief.pdf

 

Der Pflegenotstand betrifft auch Säuglinge und Kinder, nicht nur kranke und ältere Menschen. Betten auf Kinderintensivstationen können nur zum Teil belegt werden, weil Kinder-Intensivfachpflegekräfte fehlen. Beispielsweise mehren sich in der Kinderherzchirurgie dramatische Fälle, bei denen Termine für dringend notwendige Herzoperationen abgesagt bzw. um mehrere Monate verschoben werden. Das ist tagtägliche Praxis. Nicht wenige Familien sind davon sogar mehrfach betroffen.

 

Mit diesem gemeinsamen Appell möchten wir die Bundesregierung auffordern, den Pflegenotstand auf den Kinderintensivstationen ebenfalls endlich anzupacken, um derzeit oft lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden und das Leid der Kinder und deren Familien zu vermindern.

 

Wir halten die folgenden Maßnahmen für zielführend:

  1. Erhalt und Erweiterung von Krankenpflegeschulen sowie besondere Anreize für Schulen, die sich nicht aus Verantwortung ziehen, sondern sogar aufstocken, um dem Mangel zu begegnen.
  2. Wiedergewinnung bereits qualifizierter Kräfte durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. familienfreundliche Schichtpläne, krankenhauseigene Kitas).
  3. Sicherstellung der Finanzierung von strukturierten Austauschmöglichkeiten (z.B. Fallbesprechungen, Qualitätszirkel, Supervision, Kriseninterventionsprogramme).
  4. Festlegung eines verbindlichen Mindest-Personalschlüssels für die Kinderintensivpflege, bis hin zu einem 1 zu 1-Schlüssel bei besonders pflegeintensiven Konstellationen.

 

Weitere Informationen zum Appell an die Bundesregierung:

 

Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. | Geschäftsführerin: Hermine Nock | Vaalser Straße 108 52074 Aachen | Telefon: 0241-91 23 32 | E-Mail: info@bvhk.de https://www.bvhk.de/ 

https://www.bvhk.de/pflegenotstand-kinderintensivpflege/

 

Den Appell können Sie hier lesen:

 

https://www.bvhk.de/wp-content/uploads/2018/06/Notfall-Kinderintensivpflege-Brandbrief.pdf

 

Informationen über die Vereinsprojekte von "Kleine Herzen Hannover":

 

Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover e.V. - Hilfe für kranke Kinderherzen"

Wirringer Str. 21a | 31319 Sehnde | mobil 0179 5097103 | Ira.Thorsting@t-online.de www.kleineherzen.de

 

Siehe auch MHH-Link zu den nächsten Weiterbildungskursen "Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus" - ein Projekt von "Kleine Herzen Hannover":

 

https://www.mh-hannover.de/36969.html


Hannover, 05.02.2018

Unterstützung für Kriseninterventionsprogramm

Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz spendet 3.000 Euro

 

Moderate Mieten und freundliche Nachbarschaften: Wohnungsgenossenschaften spielen in unseren Städten eine tragende Rolle. Sie stärken den Zusammenhalt ihrer Mitglieder und viele verpflichten sich auch darüber hinaus zu sozialem Engagement – so wie die Kleefeld-Buchholz. Mit einem Spendenscheck über 3.000 Euro unterstützt die Wohnungsgenossenschaft jetzt die Weiterbildung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten zu Krisenbegleitern.

 

Christian Petersohn ist Vorstandsvorsitzender der Kleefeld-Buchholz: „Zusammenstehen und in schwierigen Situationen füreinander da zu sein – für uns als Genossenschaft hat das besondere Bedeutung. 2014 hatten wir die Kleinen Herzen erstmals mit einer Spende unterstützt. Seither haben wir uns über aktuelle Projekte des Vereins auf dem Laufenden gehalten. Krisenbegleiter helfen Angehörigen schwerkranker Kinder in hochemotionalen Situationen. Sie sind da, geben Orientierung, Halt und Kraft. Wir fühlen uns dieser wichtigen Arbeit sehr verbunden und sagen DANKE auch im Namen unserer rund 7.000 Mitglieder.“

 

Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover", freut sich über diese enorme Unterstützung: "Für unser bundesweit einzigartiges Weiterbildungsangebot haben wir mittlerweile drei Auszeichnungen erhalten. Das Krisenbegleiter-Projekt startete 2015 im Rahmen des Pädiatrischen Intensivnetzwerk PIN auf der Intensivstation der MHH-Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin. Mittlerweile konnte es auf weitere Kinderintensivstationen anderer Kliniken in Norddeutschland ausgeweitet werden – dank großzügiger Spenden an den Verein Kleine Herzen Hannover."

Christian Petersohn (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz, hat sich in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover bei Prof. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor der Päd. Kardiologie und Päd.Intensivmedizin, und bei Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover",genau über das Projekt "Krisenbegleiter im Krankenhaus" erkundigt. Denn für diese bereits bundesweit mehrfach ausgezeichnete Weiterbildung ist die 3.000 Euro-Spende gedacht. Foto: Wilfred Feege

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